Weinkultur

Warum der Wein bei uns so gut gedeiht: Vom Boden, Klima und der langen Tradition des Weinanbaus von Nals bis Salurn.

In der reizvollen Landschaft an der Südtiroler Weinstraße haben die Reben - wie bereits geschrieben - schon vor Jahrtausenden ideale Voraussetzungen gefunden. Im Norden bilden die Alpen einen schützenden Wall vor extrem kalten Winden. Vom Süden her macht sich der milde mediterrane Einfluss bemerkbar. Die konstante Temperatur von mindestens 15° C während der Vegetationszeit ist hier gegeben. Durch mediterran anmutende 1.800 Sonnenstunden wird sogar eine Durchschnittstemperatur von 18° C, im Juli sogar 22° C möglich.

Kein Wunder, dass sich die Weinrebe samt Früchten im Etschtal und im Süden Südtirols ausgesprochen wohl fühlt. Durch diese besonders günstigen klimatischen Einflüsse gedeihen die Reben auf 200 m in Salurn, genauso wie auf 1000 m ü.d.M. in Fennberg! Eine gute Verteilung der Niederschlagsmengen sowie lockere, gut durchlüftete und leicht erwärmbare Böden - vorwiegend Kalkböden und Ablagerungen von eiszeitlichen Moränen und von Flüssen - tragen zur hohen Traubenqualität bei. Dies und noch viel mehr sorgt für den guten Geschmack und den entsprechenden Ruf der Südtiroler Weine auf dem italienischen Markt und im Ausland.

Wir leben im ältesten Weinanbaugebiet im deutschsprachigen Raum. Bereits um 500 v. Chr. hat man hier Wein produziert. Das bezeugt ein Tongefäß mit Traubenkernen, das in Stufels bei Brixen gefunden wurde und aus jener Zeit stammt. Die Römer wussten natürlich den Rebensaft zu ihren Gunsten zu nutzen. Da die Räter ihre edlen Tropfen bereits in hölzernen Behältern, die mit Eisenreifen zusammengehalten wurden, lagerten und die klimatischen Voraussetzungen für beste Trauben gegeben waren, war der Qualität der Weine damals schon nichts hinzuzufügen. Die Römer transportierten das edle Gut bis nach Rom an den kaiserlichen Hof.

Im Mittelalter ließ sich der Klerus den Wein aus dem Etsch- und dem Eisacktal nicht entgehen. Bischöfe, Mönche und Äbte sorgten dafür, dass der Wein auch nach Süddeutschland und Österreich geliefert wurde. Dieser wurde übrigens nicht nur als Messwein genossen. Auch Pilger und adelige Gäste erhielten ihn als Willkommenstrunk, außerdem galt der Wein als Medizin gegen gewisse Beschwerden. Die Kultur des Weinanbaus hat vor allem seit ca. 1905 in Südtirol Fuß gefasst. Seit damals haben es sich Kellereigenossenschaften und Weinbauern zum Ziel gemacht, qualitativ hochwertiges “Rohmaterial” und entsprechend aussagekräftige Weine zu produzieren.

An der Südtiroler Weinstraße stand bis vor kurzem der Anbau in Form von sogenannten Pergeln (Laube) im Vordergrund. Das Rebendach bietet Schutz vor allzu starker Sonneneinstrahlung und Hagel. Doch die Landschaft ändert sich nach und nach, nun sind meistens Zeilen von Rebstöcken (ohne Dach) zu sehen. Die Drahtrahmenerziehung, auch Guyot genannt, ist nun auch hier immer mehr im Vormarsch, denn sie ermöglicht den besseren Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen. Entlang einer Zeile von Metallpfosten werden Drähte gespannt, an denen die Reben emporwachsen. Die Drahtrahmen haben das Landschaftsbild rund um die Ortschaften an der Weinstraße stark verändert.

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