kellerei girlan weinverkauf weinfass bottich
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Nach der Ernte

Was passiert mit den Trauben in den Weinkellereien?

Der Keller ist das Reich des Kellermeisters. An ihm liegt es, ob es ein sehr guter oder ein guter Wein wird. Das Traubengut wird bei der Anlieferung vom Kellermeister sorgfältig kontrollliert und je nach Güteklasse und Lage auf verschiedene Gärbehälter verteilt. Je nachdem, ob es sich um Weiß-, Rosè- oder Rotweine handelt, ist die weitere Verarbeitung des frischen Mostes ganz verschieden. Bei den Weiß- und Rosèweinen wird der Traubensaft sofort abgepresst und von der Trester (Schalen, Kerne, Stiele und Stengel) getrennt vergoren. Die Vergärung der Rotweine hingegen erfolgt auf der Trester, um, je nach Sorte, Weine mit entsprechendem Körper und entsprechender Farbe zu erzielen. Die Dauer der Gärzeit variiert im Normalfall zwischen 8 und 14 Tagen.

Nach erfolgter Vergärung sind die Kellermeister darauf bedacht, den Wein richtig auszubauen und reifen zu lassen. Bei den meisten Weißweinen sowie beim Südtiroler Vernatsch sind die fruchtigen Aromen und die lebendige Frische wesentliche Merkmale, die es beim Ausbau im Keller zu erhalten und zu fördern gilt. Die kurze Lagerung in großen Holzfässern und Stahltanks eignet sich dazu am besten. Für eine längere Lagerung im Holzfass, sowohl in großen als auch in den kleinen französischen Eichenfässern, den Barriques, kommen nur ganz bestimmte Weißweine sowie die gehaltvollen Rotweine vom Lagrein über den Blauburgunder, Merlot und Cabernet in Frage. Diese können nach zweijähriger Lagerung im Holzfass als “Riserva” auf den Markt kommen.

Nach der notwendigen Reifezeit wird der Wein in Flaschen gefüllt, in denen er je nach Bedarf noch von einigen Wochen bis zu einigen Monaten lagert. Dann erst kommt der Wein in den Handel. Ist die eine Flasche zum Trinken und zum Genießen bereit, ist die andere noch für längere Lagerung und Reifung im eigenen Keller bestimmt. Ein Grundgesetz hatte in Südtirols Kellern immer schon besonderes Gewicht: Der Wein wird trocken, das heißt ohne Restsüße ausgebaut. Das gilt für alle Erzeugnisse. Ausgenommen sind nur die eigens bezeichneten Dessert- bzw. Süßweine sowie der halbtrocken ausgebaute Gewürztraminer.

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