Urrebe in Margreid

Die älteste Weinrebe Europas klettert an einer Hauswand in Margreid empor.

Wenn die Rebe erzählen könnte, würde sie mit ihren Geschichten einige Bücher füllen. Im Oktober des Jahres 1601 wurde der Rebsteckling geproft. Das bedeutet, dass ein “Reblafer” (Trieb einer Rebe) in der Erde eingegraben wurde, bis er Wurzeln hatte, dann von der Mutterpflanze getrennt und an seinem Bestimmungsort eingesetzt wurde. In diesem Falle handelte es sich bei der Ursprungsrebe bereits um eine sehr alte Pflanze.

Ein gewisser Domenig de Valentini war damals wahrscheinlich Pächter des Anwesens der Familie Feichter. Ziemlich sicher wurde damals die Rebe aus einem besonderen Anlass gepflanzt. Auf einem sogenannten Kragstein aus Trientner Marmor hielt ein Steinmetz die Pflanzung in deutschen und ladinischen Kürzeln der damaligen Zeit fest. Der Kragstein steht heute neben der Rebe. Hausreben wurden zur damaligen Zeit zu bestimmten Anlässen gesetzt - das konnte eine Hochzeit, die Geburt des Stammhalters, ein Neubau oder die Hofübergabe sein. Die Reben verkörperten vor allem ein Zeichen von Fruchtbarkeit und der ständigen Erneuerung.

Die Margreider Urrebe steht im Dorf an der Straße. Immer wieder wurde ihre Existenz durch das Verlegen von Leitungen und der Verbauung des Margreider Baches bedroht. Nur dem Einsatz der Naturschutzbehörden ist es zu verdanken, dass die Rebe heute noch wächst und auch reichlich Ertrag abgibt. Es handelt sich hierbei übrigens um eine Sorte von Tafeltrauben. Erst vor 25 Jahren begann sich die Öffentlichkeit für die alte Pflanze zu interessieren. Die Margreider Urrebe ist heute eines der wertvollsten Naturdenkmäler in Südtirol.

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