Rachn gean - Haussegnung am Dreikönigstag

Der Brauch des “Rachns” wird in alten Häusern oft noch praktiziert.

Das Fest der Heiligen Drei Könige ist am 6. Januar. Wie die Bibel erzählt, brachten die drei Weisen dem kleinen Jesus Gold, Weihrauch und Myrrhe. Eine lichtvolle Begebenheit im dunklen Lebensbeginn des Kindes Jesu. Erst seit dem 6. Jahrhundert werden diese drei geheimnisvollen Männer “Könige” genannt. Seit dem 9. Jahrhundert nennt man sie Caspar, Melchior und Balthasar, sie gelten als Vertreter der drei Rassen in der Welt, der drei Lebensphasen und der drei Erdteile.

Heute werden meist schon am Vortag des Festes alle Vorbereitungen getroffen: Geweihte Kreide und Weihrauch und auch das Weihwasser holen sich die Bürger in der Kirche. Salz wird dort übrigens auch gesegnet. Warum? Damit das Weihwasser nicht friert, wird Salz eingestreut.

Dann gehen die Familien, meist am 5. Januar, betend durch ihr Haus. Mit einer rauchenden Pfanne, in der sich Kohlenglut und Weihrauch befindet, mit Weihwasser und Kreide. Alle Räume werden gesegnet, an Haustüren wird C-M-B und die Jahreszahl geschrieben: “Christus mansionem benedicat” Christus segne dieses Haus, steht dann da. Im Volksmund werden die Buchstaben oft mit Caspar, Melchior, Balthasar übersetzt.

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