Vom Plent und vom Wimmen

Hungrige Erntehelfer werden mit einem schmackhaften Mahl belohnt.

Man mag es nicht glauben: Der Mais, aus dem an der Weinstraße der beliebte Plent (Maisgries) zubereitet wird, hat seinen Ursprung im fernen Amerika. 1573 wurde er zum ersten Mal auch bei uns erwähnt und fand nach einiger Zeit seinen Einzug in die trockengelegten Etschauen (heute “Moos” oder “Möser” genannt) im Südtiroler Unterland. Für einige Zeit bauten die Überetscher und Unterlandler Bauern auf ihren Feldern Mais an. Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Plent eines der unentbehrlichen Nahrungsmittel auf dem täglichen Speiseplan. Man konnte ihn vielseitig verwenden (mit Süßem sowie Deftigem kombinierbar), die “Kosten” für das Lebensmittel waren verkraftbar (Selbstversorgung).

Mitte des 20.Jahrhunderts folgte dann ein neuer Umschwung: Die Maisfelder wurden durch die heute sichtbaren Monokulturen verdrängt. Obst und Wein waren nun die Ware, mit der der Bauer seinen Erwerb einholte. Was nun folgte, ist eine Kombination von Gegenwart und Vergangenheit: Die Arbeit in den Obstwiesen und vor allem in den Weinbergen fand oft weitab vom heimatlichen Hof statt. Da musste der “Plentnkessel” mit und es wurde zu den Hauptmahlzeiten auf offenem Feuer gekocht.

Auch heute noch halten es einige Bauern mit dem alten Brauch. Plent und Wurst (Hauswurst) gibts beim “Wimmen”, wenn man bei den Mahlzeiten der Traubenernte nicht zu lange fernbleiben will. Und wer es ganz urig liebt, isst mit der “Adamsgabel” (Hand). So schmeckt der Plent um vieles besser!

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