Rudolf Stolz

Rudolf Stolz war ein Maler aus Bozen und schuf vor allem Grafiken und Fresken.

Rudolf Stolz wurde im Mai 1874 in Bozen geboren und studierte in den Jahren 1896/97 an einer Privatschule in München, die Walter Thor führte. Nebenbei besuchte er Vorlesungen über Anatomie an der “Königlichen Akademie der Bildenden Künste”. Sein Leben verbrachte Rudolf Stolz zuerst in Bozen und später in Sexten im Hochpustertal. Defregger war für ihn und seine Brüder das große Vorbild, dem sie auch entsprechend nacheiferten.

Rudolf Stolz’ größte Werke sind die Fresken am Friedhof von Sexten, die den Titel “Totentanz” tragen. Weitere Projekte des Künstlers sind z.B. in Terlan zu sehen, wo er ein Glasgemälde für die Kirche gestaltete. Arkadenbilder in Sexten und Wandbilder in einem Hotel in Bozen, Fresken an der Außenfassade der Kirche in St. Walburg in Ulten und ein Fresko am Florianitor in Bruneck stammen ebenfalls aus seiner Fantasie. Mit seinem Bruder Ignaz Stolz verwaltete Rudolf den künstlerischen Nachlass von Albin Egger-Lienz. Dieser lobte seine Werke, sodass Architekt Clemens Holzmeister ihm den Auftrag gab, die Wände des von 1929 bis 31 erbaute Hotel “Drei Zinnen”, das in Sexten steht, zu gestalten. Heute dürfen die Fresken nur von den Hotelgästen bewundert werden.

1940 wurde Rudolf Stolz der Wolfgang-Amadeus-Mozart-Preis verliehen, 1958 wurde er zum Ehrenmitglied des Südtiroler Künstlerbundes ernannt. Im Jahre 1969 wurde in Sexten ein Rudolf Stolz-Museum errichtet. Hier werden in zwei Räumen vor allem Pläne, Skizzen und Entwürfe zu den angefertigten Fresken, außerdem Aquarelle, graphische Arbeiten und Studien des Künstlers gezeigt. Rudolf Stolz starb 1960 in Moos bei Sexten.

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