Schon in vorgeschichtlichen Zeiten lebten hier in der Gegend von Entiklar Menschen. Ein Fakt, der durch archäologische Funde aus Bronze, Stein und Eisen belegt wurde. Hinter Castel Turmhof liegt die Burgruine, die den Namen der Ortschaft - Entiklar - trägt, wo man auch die Gegenstände entdeckte.
Rund um Schloss Turmhof bauten bereits die Räter und Römer ihre Weinberge an, denn die Lage für hervorragende Traubenqualität ist hier im Süden Südtirols perfekt. Bereits 1225 wurde „Gut Linticlar“ in einer Urkunde erwähnt. Der Name ändert sich und im Jahre 1848 wird der endgültige Name Turmhof festgelegt um im neuen Grundbuch vermerkt zu werden.
Im Jahre 1675 kommt das Schloss in den Besitz der Familie von Karl Pardatscher. Der Weinanbau war die Hauptbeschäftigung der Besitzer und im Jahre 1857 nimmt dieser mit acht verschiedenen Weinsorten an der ersten allgemeinen land- und forstwirtschaftlichen Ausstellung des österreichischen Kaiserreiches teil. Der Erfolg sprach für sich. Der Weißwein mit dem logischen Namen „Weiß“ des Jahrgangs 1838 sprach damals die Verkoster besonders an.
Die Tradition der Weinproduktion erhielt sich im Schloss bis heute. Seit einiger Zeit zieht auch ein Märchenpark, der von dem ehemaligen Besitzer Johann Tiefenthaler Ende des 19. Jahrhunderts selbst angelegt wurde, die Menschen an. Denn zu bestimmten Zeiten ist er für Publikum unter der Leitung eines Führers geöffnet.
Schloss Turmhof-Tiefenbrunner benötigte bis heute keinen Anschluss an öffentliche Stromanbieter, weil es über ein eigenes Elektrizitätswerk verfügt. Bis zum zweiten Weltkrieg versorgte dieses E – Werk auch die angrenzenden Gemeinden Kurtatsch und Margreid. Seit 2000 ist das neue Kraftwerk im Einsatz, die alte Version bleibt als Zeuge vergangener Zeiten bestehen.