Haderburg
Die Haderburg liegt im südlichsten Ort Südtirols, in Salurn, und kennzeichnet markant die Zone, in der die Sprachgrenze zwischen deutsch- und italienischsprachigen Tirolern verläuft.
Die Haderburg, auf einem hohen Kalkfelsen oberhalb von Salurn gelegen, stammt aus dem Hochmittelalter. Ihrer Lage entsprechend handelt es sich hier um eine Höhenburg, eine sichere Festung, zu der so schnell kein Heer vordringen konnte. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde Schloss Salurn - wie die Anlage vorher genannt wurde - von den Grafen von Salurn erbaut. Im 14. Jahrhundert übernahm Graf Meinhard II. von Tirol die Burg.
Im Jahre 1514 wurden unter Kaiser Maximilian Erweiterungen und Erneuerungen am Bau durchgeführt. Einige Jahrzehnte darauf verlor die Haderburg für die Verteidigung des Landes an Wichtigkeit. Ab dieser Zeit wurde sie dem Verfall überlassen. Seit dem 17. Jahrhundert, genauer seit 1648, ist die Haderburg im Besitz der venezianischen Grafen Zenobio (Zenobio-Albrizzi) und ihrer Nachkommen. Die Sanierung und Konsolidierung der Burg wurde erst vor Kurzem vom aktuellen Besitzer Baron Ernesto Rubin de Cervin Albrizzi in die Wege geleitet und konnte mit Hilfe von öffentlichen Beiträgen erfolgreich abgeschlossen werden.
Seit 2003 ist die Haderburg nach einer sanften Renovierung für das Publikum geöffnet. Über einen steilen, 890 Meter langen Weg, der in der Zeit von 2001 bis 2003 errichtet worden war und “Weg der Visionen” genannt wird, ist die die Burganlage zu Fuß erreichbar. Von April bis Oktober ist die Anlage freitags, samstags und sonntags jeweils von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Burg ist auch Austragungsort kultureller Veranstaltungen.

