VBB: Blutbuch von Kim de l’Horizon
8 Termine
vom Samstag, 17. Januar 2026
bis Samstag, 31. Januar 2026
Info
+39 0471 065320,
info@theater-bozen.it
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Die Erzählfigur in „Blutbuch“ identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Als die Großmutter – im Schwyzerdütsch Großmeer – an Demenz erkrankt, erinnert sich das Ich an seine Kindheit in einem Schweizer Vorort und begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln. Wie schreibt sich unsere Herkunft in unsere Körper ein? Welche Rolle spielt dabei die Muttersprache und wie kann man sich von ihr befreien? Die Erzählfigur taucht in die Vergangenheit ein, sucht nach der Geschichte der Blutbuche, die so wichtig war in ihrer Kindheit und forscht nach der nicht tradierten weiblichen Blutlinie. Sie schreibt Briefe an ihre Großmeer, bricht das Schweigen und verwandelt auf diese Weise Scham in das Gefühl, sich im eigenen, nonbinären Körper wohl zu fühlen.
Kim de l’Horizon ist eine nicht binäre Person aus der Schweiz, die 2022 für den autofiktionalen Roman „Blutbuch“ mit dem Deutschen sowie dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet wurde. De l’Horizon versteht Schreiben als kollektiven Heilprozess, hinterfragt Geschlechterzuschreibungen und versucht Identität neu zu lesen. Die berührende und vielschichtige Generationenerzählung kommt in Bozen in einer Fassung von Anna Stiepani auf die Bühne. Die erfolgreiche Regisseurin wird die Grenzen zwischen Text und Körper mit ihrem Ensemble und unterschiedlichen Erzählformen ausloten und aufbrechen.
Kim de l‘Horizons Utopie-Gedanken besagt, dass wir miteinander und mit allem um uns herum verbunden sind, mit unserem Gegenüber, mit der Tierwelt, mit Pilzen, mit Geflechten, mit Steinen. Es gibt demnach keine Grenzen, keine Abgrenzungen und keine Entgrenzungen mehr. Es besteht ein Miteinander, das in einer gemeinsamen Schwingung Dinge verhandeln kann, auf eine sehr offene, empathische und liebevolle Art und Weise. Dieser Idee versuchen wir szenisch und auf der bildhaften Ebene zu folgen. Das fordert sehr viel Kreativität und Fantasie, weil wir es mit keiner eindeutigen Figur zu tun haben. Wir müssen uns – auch in Befragung des gesellschaftlichen, politischen und historischen Kontextes – überlegen, welcher Gedanke und welches Gefühl gerade wichtig ist und wie wir es transportieren. Das geht von Performance und Musik, Slow Motion und Zeitraffer, Tanz, Poledance bis hin zu einer musikalischen, szenischen Lesung – bis ins Unendliche.
Anna Stiepani / Regisseurin
Premiere: 17. Januar 2026
Stückeinführung: 24. Januar 2026 18.45-19.30 Uhr
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