Eppan hat sehr viele schöne Landschaften zu bieten. Und sehr unterschiedliche in allen Höhenlagen.
Eine Gegend ist jene rund um die Montiggler Seen, die in einem 100 ha großen Naturschutzgebiet liegen. Es handelt sich um zwei Seen verschiedener Größe, die nach einer Wanderung durch den Wald für ein erfrischendes Bad zur Verfügung stehen.
Die zwei kleinen Seen sorgen schon mit ihrer Lage mitten im Wald für eine ganz eigene Atmosphäre. Felsen und Bäume säumen das Ufer, die Landschaft mutet märchenhaft an.
Der große Montiggler See liegt auf einer Meereshöhe von 492 m, hat eine Oberfläche von 17,8 ha, eine maximale Tiefe von 11,5 m und eine Uferlinie von 2,2 km. Hier befindet sich das Montiggler Lido, das für all jene gedacht ist, die für ihre Stunden der Entspannung auch ein Schwimmbad benötigen. Ansonsten findet man am Ufer sehr interessante Stellen, auf hohen Felsen oder am (steinigen) Ufer, die sich für romantische Stunden auch an lauen Sommerabenden anbieten.
Der kleine Montiggler See liegt auf 514 m über dem Meer, hat eine Oberfläche von 5,2 ha, eine maximale Tiefe von 14,8 m und eine kurze Uferlinie von 0,89 km. An seinem Ufer befindet sich ein kleiner Badebetrieb, der Rest des Sees steht auch hier der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Der Kiefer - und Mischwald, der die Seen umgibt, strahlt vor allem im Herbst einen ganz besonderen Charme aus. Flaumeichenbusch- und Föhrenwald, Fichten und Tannen im Hochwald, ein sehr artenreicher Laubmischwald mit Buchen, Kastanien, Linden und Süßkirschen machen ihr ganz eigenes Landschaftsbild.
Die Seen sind übrigens nicht allein. Als Überbleibsel aus der Eiszeit befinden sich im Wald noch weitere kleinere Weiher und Moore, die sich Langmoos und Purzelmoos nennen.
Am Westufer, gleich am Beginn des Großen Montiggler Sees, steht ganz versteckt, in malerischer Lage und ehemals sogar bewohnt, das „Seeschlössl“. Es wurde 1988 von einem Herrn Josef Zastrow aus Deutschland erbaut. Damals gehörten dem Mann auch der Ansitz Aichberg und die Seen. Seit 1902 ist die Gemeinde Eppan Besitzerin des Gebäudes und des gesamten Grundes. Das Seeschlössl diente Malern oft als Motiv. Der Künstler Max Sparer aus Tramin z.B. kam und kommt sehr oft hierher.
Das „Seeschlössl“ wurde im Stil des Mittelalters erbaut und sehr gut an die Landschaft angepasst. Seine Fenster haben Spitzbögen, die Giebel einen treppenförmigen Abschluss, das Schlössl könnte als Märchenkulisse dienen.
Auf den Seerundwanderungen, die wohlgemerkt sehr zu empfehlen sind, kommt man auch am “Seeschlössl” vorbei.