Weihnachtsmarkt -> Krampus 2009

Krampus

Der Krampus erlebt in Südtirol eine kleine Wiederauferstehung. Auer, Tramin und Kaltern machen es vor.

Irgendwie hat er seinen Reiz. Der Krampus gilt mancherorts an Stelle des Knecht Ruprecht als Begleiter des Hl. Nikolaus. Als Gegenstück sozusagen sorgt er - meist in Gruppen - bei Kindern immer wieder für Furcht und Schrecken. Aber auch für Faszination, denn irgendwie reizt es die Kleinen oft auch, die schrecklichen Masken immer wieder anzusehen. Im Schutze der Eltern ist das möglich.

Der Abend des Krampus ist der 5. Dezember. Schon immer rannten an diesem Abend Jugendliche durch die Gassen, erschreckten die Mitmenschen und zerstörten in ihrem Eifer auch manches Eigentum. Um diesem unkontrollierten “Wild sein” Grenzen zu setzen, erdachten sich einige Dorfbewohner neue Konzepte. Denn der Spaß muss sein!

In Auer findet zum Beispiel der Krampuslauf statt. Hier treffen sich Vereine aus dem deutschsprachigen Raum, die Teufelsmasken selbst herstellen und bieten einen schaurigen Umzug durch das Dorfzentrum. Viele Menschen sehen dem Lauf zu und sehen den Krampus so aus einer anderen Perspektive.

Ähnlich spielt es sich in Tramin und Kaltern ab. Ein Umzug in Tramin sorgt für ein weiteres Volksfest mitten auf dem Platz. In St. Nikolaus in Kaltern basteln Jugendliche schon Wochen vorher an den Masken, um dann in Begleitung eines Erwachsenen Teufels im Dorf mit Feuer auf dem Wagen durch den Ort zu ziehen. Kinder und Eltern dürfen sich am kulinarischen Angebot laben und dem Treiben in aller Ruhe zusehen.

Das Positive an dem Treiben: Die Krampusse nehmen irgendwann die Masken ab und jeder kann sehen, dass Menschen unter den Fratzen stecken.


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